Thüringer Beratungsdienst

Ausstieg aus Rechtsextremismus und Gewalt

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Thüringer Trainings- und Bildungsprogramm (TTB)

Trainingskurse im Thüringer Jugendarrest gegen Rechtsextremismus und Gewalt

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Jugenbildungszentrum Polaris

Im polaris sind alle jungen Menschen willkommen, die sich aktiv mit der Welt ohne Leistungsdruck und geleitet durch ihre natürliche Neugierde auseinandersetzen.

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OHA Online Hass Abbauen

Virtuelle Trainings gegen Hass und Gewalt Ein Modellprojekt von Drudel 11 e.V.

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Zentrum Deradikalisierung

Das Zentrum Deradikalisierung im Thüringer Strafvollzug wird als ein landesweites Präventions- und Deradikalisierungsangebot in den Phänomenbereichen Rechtsextremismus und Islamismus entwickelt.

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News

 

2.500 Eure Spende vom Ostritzer Friedenslauf

DSC_0105.jpgFoto: Matthias Weber / photoweber.de

 

Am 13. Oktober des vergangenen Jahres fand in Ostritz (Sachsen) ein Spendenlauf statt, der zugunsten von Ausstiegsprogrammen wie dem unseren ausgerichtet wurde. Die Stadt an der sächsisch-polnischen Grenze wurde im Laufe des letzten Jahres gleich zweimal zum Veranstaltungsort des rechtsextremistischen „Schild-und-Schwert“-Festivals auserkoren. Als Reaktion stellte das Internationale Begegnungszentrum Marienthal in Ostritz den „Ostritzer Friedenslauf“ auf die Beine.

Mit großer Freude haben wir als Verein die Nachricht erhalten, dass ein Teil des Erlöses aus dem Spendenlauf an unser Projekt des Thüringer Beratungsdiensts geht. Mit der anderen Hälfte der Spenden wurde das Ostritzer Friedensfest finanziert, das als Gegenentwurf zeitgleich mit dem Nazifestival stattfand.

Ein besonderer Dank geht an alle Spender*innen und Läufer*innen, und natürlich an das Internationale Begegnungszentrum St. Marienthal als Veranstalter, sowie an die Verantwortlichen der Stadt Ostritz.

zuletzt aktualisiert: 15.01.2019

 

Per Stolperstein auf Spurensuche

Projekt "Jüdisches Leben - damals und heute"

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„Jüdisches Leben – damals und heute“ - Unter dieser Überschrift erkundeten Schülerinnen und Schüler der Lobdeburgschule am 18. Dezember 2018 die Stadt Jena. Mithilfe von Koordinaten und GPS-Technik machten sich die angehenden Abiturienten auf den Weg zu ausgewählten Stolpersteinen im Stadtzentrum. Die Idee der kleinen, in den Gehweg eingelassenen Messingtafeln: stolpern, d.h. nachdenken, auch mal die eigene Fantasie spielen lassen. Wie könnte die Person, deren Name in den blankpolierten Stolperstein eingraviert ist, ausgesehen haben? Wie hat sie gelebt? Mit diesen Fragen haben sich die Jugendlichen beschäftigt.

Eine ganz besondere Erfahrung für die Jugendlichen ergab sich, als eine der Gruppen auf ihrer Spurensuche tatsächlich noch eine Zeitzeugin antraf und so unmittelbar in Berührung mit Geschichte kam. So erfuhren die Schüler*innen aus erster Hand viele Details aus dem damaligen Leben der jüdischen Mitmenschen. Die eigenen, auch als Zeichnungen visualisierten Vorstellungen der Jugendlichen über das Leben der durch den Nationalsozialismus Umgekommenen und Ermordeten werden anschließend durch eine Recherche im Stadtmuseum ergänzt. Die dritte Station auf der Spurensuche führte die Schülerinnen und Schüler in die Gegenwart: Die Begegnung mit Reinhard Schramm von der Jüdischen Landesgemeinde öffnet den Blick für heutige Ausdrucksformen jüdischen Lebens.

Initiiert wurde das Projekt von Drudel 11 e.V. im Zuge der Aktionsreihe zum 25-jährigen Jubiläum des Vereins. Kooperationspartner sind die Lobdeburgschule Jena, das Stadtmuseum Jena und die Jüdische Landesgemeinde Thüringen.

zuletzt aktualisiert: 15.01.2019

Ausstellung "END.Täuschung - Rechtsextremismus. Irritation. Ausstieg." eröffnet

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Am 8.11. lud der Thüringer Beratungsdienst in die Räumlichkeiten des SOBAEXA ein, um gemeinsam mit verschiedenen Akteur*innen und Interessent*innen die feierliche Eröffnung zur Ausstellung „END.Täuschung – Rechtsextremismus. Irritation. Ausstieg.“ zu begehen.

Für das künstlerische Rahmenprogramm sorgte der Maler Enrico Leimer mit einer Performance sowie Tilman Geuther an der Gitarre. Sehr zu unserer Freude konnten wir Prof. Dr. Rainer Hirt und Tobias Lehmeier als Redner gewinnen. Prof. Hirt trug seine Einschätzung der Ausstellung vor, wobei er im speziellen auf die eindrückliche Darstellung der Thematik durch den Künstler einging. Im Anschluss erhielt Tobias Lehmeier als Vertreter der Bundesarbeitsgemeinschaft „Ausstieg zum Einstieg“ das Wort.

Nach einer kurzen Erläuterung zum Aufbau der Ausstellung durch Mitarbeiter*innen des Thüringen Beratungsdienstes wurde bei einem Gläschen Sekt das gemütliche Come-Together eingeläutet, bei dem die Gäste mit dem Künstler und dem Team des Thüringer Beratungsdienstes ins Gespräch kamen und sich intensiv über die Bilder und Aussteller austauschten.

Die Ausstellung beschreibt Ein- und Ausstiegsprozesse und klärt über Gefahren der rechtsextremen Szene auf. Wir haben unsere Erfahrungen aus unserer Arbeit in informative Texte und in eine Geschichte eines potentiellen Aussteigers einfließen lassen. Der Künstler Enrico Leimer hat die jewei-ligen Themen in Bilder umgesetzt. Diese sollen als künstlerisch-methodischer Einstieg in die pädagogische Auseinandersetzung dienen. Schirmherr ist der Thüringer Bildungsminister Helmut Holter.

Die Ausstellung ist kostenfrei entleihbar. Begleitend dazu bieten wir Workshops zur Thematik Rechtsextremismus an, die flexibel zur Ausstellung stattfinden können.

 

 

2018 - 25 Jahre Drudel 11 - unsere Aktionen im Jubiläums-Jahr